So sanieren Sie Ihren Gartenteich

So sanieren Sie Ihren Gartenteich

Alle Stillgewässer verlanden im Laufe der Zeit. In einem Kleingewässer wie einem Gartenteich wird dieser Vorgang besonders schnell sichtbar. Ursächlich hierfür ist in erster Linie die Bildung von Schlamm aus eingewehtem Laub und jedes Jahr aufs Neue absterbenden Algen. Wurde ein Teich längere Zeit nicht gepflegt, kann daher eine Sanierung von Grund auf erforderlich werden. Wenn die Verschlammung und Verkrautung des Teiches zu stark ist und eine Reinigung mit einer Schlammabsaugung nicht ausreichend ist, kommt eine Teichsanierung einem Neubau nahe.

Am Anfang der Sanierungsarbeiten steht die Entfernung des Wassers mit einer Pumpe. Vor und parallel zu diesem Arbeitsschritt sollten Fische, die sich noch im Teich befinden, in ein Becken umgesetzt werden. Wenn das Wasser aus dem Teich gepumpt ist, wird der Schlamm mit der Schaufel abgetragen. Da die Folie erneuert werden muss, ist besondere Vorsicht bei der Schlammentfernung nicht geboten. Der Schlamm kann dem Kompost beigegeben werden. Dazu sollte er gut eingemischt oder in kleinen Portionen nach und nach zugegeben werden.

Nun ist die alte Teichfolie auszubauen, was sich vereinfachen lässt, wenn die Folie in Stücke geschnitten wird. Ist die Folie entfernt, kann der Teichboden entsprechend den eigenen Vorstellungen modelliert werden, etwa durch Anlegen verschiedener Tiefenzonen oder einer tiefen Senke für Seerosen. Die Ränder des Teiches sollten in einer Höhe liegen, was mit einer Wasserwaage und einem Brett kontrolliert werden kann. Bevor die neue Folie eingebracht wird, muss deren Unterbau vorbereitet werden. Zunächst wird der Teichboden von sichtbaren Steinen, Ästen und Wurzelstücken gesäubert. Anschließend wird eine Sandschicht in einer Stärke von rund zehn Zentimetern aufgebracht. Der Sand darf keine scharfen oder spitzen Kiese enthalten. Auf den Sand wird ein Vlies aus Filz oder Geotextil gelegt, um der Folie weiteren Schutz zu bieten. Jetzt wird die Folie in den Teich verlegt. Sie muss sorgfältig ausgebreitet und über die Ränder des Teichbeckens gezogen werden.

Mit der Füllung des Teiches kann begonnen werden. Der Teich wird aber zunächst noch nicht vollständig, sondern nur im unteren Drittel gefüllt. Bevor das restliche Wasser eingelassen wird, werden die Wasserpflanzen in den Teich gebracht. Am besten ist es, die Pflanzen hierzu in Gitterkörbe zu setzen, die mit einem kleinen Stück Vlies ausgekleidet wurden, um ein zu starkes Wachstum zu verhindern. Zur Beschwerung werden die Körbe mit Steinen bedeckt. Anschließend wird der Teich vollständig gefüllt. Erst dann wird die Folie am Teichrand abgeschnitten, wobei nicht zuviel entfernt werden sollte. Die Folienränder können zum Abschluss der Sanierungsarbeiten mit Kies und Steinen verdeckt werden. Die zu Beginn der Arbeiten entnommenen Fische werden wieder eingesetzt.

Der beste Zeitpunkt für eine Teichsanierung ist das Frühjahr, wenn es keine Nachtfröste mehr gibt und die Wassertemperatur über 10° Celsius liegt. Ist keine Grundsanierung erforderlich und kann die Folie im Teich verbleiben, so ist auch eine vollständige Entschlammung und bei Bedarf ein Austausch des Bewuchses ausreichend. Die Entschlammung muss vorsichtig vorgenommen werden, um die Teichfolie nicht zu beschädigen. Kleinere Beschädigungen lassen sich im abgelassenen Teich mit speziellen Klebern für Teichfolien beheben.

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